Die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema elevida haben wir hier für dich gesammelt und beantwortet:
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Über elevida
Ob elevida für dich geeignet ist, brauchst du nicht allein entscheiden. Die Einschätzung erfolgt gemeinsam mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer psychotherapeutischen Fachperson. Dabei werden deine spezifischen Symptome, wie die bei Multipler Sklerose auftretende Fatigue, deine aktuelle Situation und mögliche Behandlungsalternativen berücksichtigt. Gemeinsam findet ihr eine Lösung in Ergänzung zur üblichen Versorgung, die zu dir und deinem Alltag passt.
Das Programm besteht aus neun interaktiven virtuellen Gesprächen, die wie echte Dialoge aufgebaut sind. Schritt für Schritt unterstützen die Gespräche dich dabei, nicht hilfreiche Denkmuster zu erkennen und zu ersetzen, deine sozialen Ressourcen zu stärken und gesündere Gewohnheiten – wie den bewussten Ausgleich zwischen körperlicher Aktivität und Erholungsphasen – in deinen Alltag zu integrieren.
Die Inhalte sind über das Internet jederzeit zugänglich, sodass du in deinem eigenen Tempo arbeiten kannst, wann und wo es für dich passt. Das macht elevida zu einer hilfreichen und flexiblen Unterstützung, die gezielt zur Ergänzung deiner herkömmlichen ärztlichen oder psychotherapeutischen Versorgung genutzt werden kann.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass elevida MS-bedingte Fatigue-Symptome spürbar reduzieren und deine Aktivität im Alltag nachhaltig verbessern kann.
elevida ist ein praxiserprobtes und CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt. Die Wirksamkeit wurde in einer umfangreichen klinischen Studie nachgewiesen, in der sich gezeigt hat, dass elevida MS-bedingte Fatigue signifikant und nachhaltig reduzieren kann.
Entwickelt wurde elevida von der GAIA AG. Hinter dem Programm steht ein erfahrenes Team, das die Inhalte in enger Zusammenarbeit mit MS-Expert:innen konzipiert hat. Darüber hinaus basieren die therapeutischen Inhalte von elevida auf den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, der am gründlichsten erforschten Form der Psychotherapie.
elevida ist in der EU und der Schweiz ab 18 Jahren geeignet (in den USA ab 22 Jahren). Dadurch wird sichergestellt, dass die Inhalte und Übungen zur jeweiligen Lebenssituation passen und sicher sowie sinnvoll angewendet werden können.
elevida ist aktuell in 2 verschiedenen Sprachen verfügbar, um Patient:innen mit unterschiedlichen Sprachhintergründen zu erreichen:
- Deutsch
- Englisch
Um elevida auf deinem Smartphone (oder wahlweise auch auf einem Computer, Laptop oder Tablet) nutzen zu können, brauchst du einen Internetzugang und eine aktuelle Browser-Version wie Google Chrome, Mozilla Firefox, Edge oder Safari. Damit alles gut angezeigt wird, empfehlen wir eine minimale Bildschirmauflösung von 320 x 568 Pixel.
Außerdem benötigst du für die Registrierung eine E-Mail-Adresse, und wenn du möchtest, kannst du auch deine Mobilnummer für den optionalen SMS-Service angeben. Für die Audioinhalte empfehlen wir eine Bandbreite von etwa 192 kBit/s für eine gute Qualität.
elevida ist bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz. Das Programm kommt als digitale Anwendung zur Unterstützung bei Multipler Sklerose (MS) und gleichzeitiger Fatigue zum Einsatz und seine Wirksamkeit wurde unter anderem durch eine klinische Studie aus dem Jahr 2018 belegt.
Wie erhalte ich elevida?
Nein, eine ärztliche Verordnung ist in der Regel nur dann erforderlich, wenn du eine Kostenerstattung durch deine Krankenversicherung erhalten möchtest. Wenn du elevida selbst bezahlen möchtest, kannst du das grundsätzlich auch ohne Rezept tun.
Im Detail gelten folgende Regelungen:
Gesetzlich versichert: Wenn du in Deutschland gesetzlich versichert bist, übernimmt deine Krankenkasse die Kosten vollständig, da elevida als Anwendung im DiGA-Verzeichnis für MS-Fatigue gelistet ist. Dafür brauchst du ein Kassenrezept für die Diagnose Multiple Sklerose (Diagnoseschlüssel G35) von deiner Ärztin, deinem Arzt oder Therapeut:in. Mit diesem Rezept kannst du bei deiner Krankenkasse einen Zugangsschlüssel anfordern und dich damit bei elevida registrieren.
Privat versichert: Auch bei einer privaten Krankenversicherung benötigst du eine Verordnung, um die Kosten erstattet zu bekommen. Am besten reichst du vorab einen Kostenvoranschlag bei deiner Krankenkasse ein. Nach der Kostenzusage kannst du dich an das elevida Support-Team (unter info@elevida.de) wenden und elevida anfragen. Im Anschluss sendest du die Rechnung sowie dein Rezept an deine private Krankenkasse zur Kostenerstattung.
Selbstzahler:innen: Du kannst elevida auch als Selbstzahler:in erwerben. Sende uns dafür einfach eine Anfrage per E-Mail an das elevida Support-Team unter info@elevida.de. Anschließend erhältst du alle Informationen zum Erwerb und den Zugangsschlüssel für elevida. Die empfohlene Nutzungsdauer für eine Lizenz beträgt mindestens 90 Tage, die Kosten betragen 743,75 € ohne Mehrkosten.
Hinweis: elevida ist eine zugelassene medizinische Anwendung zur Unterstützung von Patient:innen mit Multipler Sklerose (MS) und gleichzeitiger Fatigue. Bitte informiere dich vor der Nutzung über das Anwendungsgebiet und mögliche Gegenanzeigen (wie z. B. das Vorliegen von psychotischen Erkrankungen oder einem suizidalen Risiko), um sicherzustellen, dass elevida für dich geeignet ist.
Diagnosebestätigung: Wenn bei dir Multiple Sklerose (G35) sowie Fatigue-Beschwerden von einer Fachperson diagnostiziert wurden, kannst du deinen Zugangsschlüssel auch direkt bei deiner Krankenkasse anfordern.
Du kannst dein Rezept selbst bei deiner Krankenkasse einreichen. Das geht ganz klassisch per Post. Viele Krankenkassen bieten inzwischen aber auch ein Online-Portal an, über das du dein Rezept hochladen kannst. Das beschleunigt oft die Bearbeitung.
Wenn deine Ärztin oder dein Arzt dir ein E-Rezept ausstellt, frage nach einem Patientenausdruck zur Einlösung einer DiGA. In der Praxis wird dieser auch als „E-Rezept-Papiertoken“ bezeichnet. Diesen Ausdruck oder ein klassisches Rezept kannst du einfach über unseren kostenfreien Rezept-Service hochladen. Wir übernehmen dann die Einreichung bei deiner Krankenkasse. Einfach und unkompliziert.
Falls du bereits die E-Rezept-App der gematik oder die E-Rezept-App deiner Krankenkasse nutzt, kannst du dein Rezept für elevida auch darüber einreichen.
Gesetzlich versichert: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für elevida vollständig, wenn du ein Kassenrezept für die Diagnose Multiple Sklerose (Diagnoseschlüssel G35) von deiner Ärztin, deinem Arzt oder Therapeut:in erhältst.
Privat versichert: Auch private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten häufig. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du vorab einen Kostenvoranschlag bei deiner Versicherung einreichen. Den Kostenvoranschlag kannst du hier herunterladen.
Selbstzahlung: Wenn deine Versicherung die Kosten nicht übernimmt oder du elevida ohne Rezept nutzen möchtest, kannst du es auch als Selbstzahler:in direkt erwerben. Die empfohlene Nutzungsdauer für eine Lizenz beträgt mindestens 90 Kalendertage, die Kosten betragen 743,75 € ohne Mehrkosten.
elevida ist als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gelistet. Das bedeutet für dich: Wenn bei dir die Diagnose Multiple Sklerose (G35) vorliegt, übernehmen in der Regel alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für das Online-Therapieprogramm.
Auch viele private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für elevida. Bitte erkundige dich vor Beginn der Nutzung direkt bei deiner privaten Krankenversicherung, ob und in welchem Umfang eine Kostenerstattung möglich ist.
Viele Betroffene sind unsicher, wie sie die extreme Erschöpfung in ihrer Arztpraxis ansprechen sollen. Diese Hinweise können dir helfen, dich auf das Gespräch vorzubereiten und deine Situation in Worte zu fassen.
Du könntest sagen:
- “Mir fällt es gerade schwer, meine Beschwerden in Worte zu fassen, aber ich merke, dass mich die anhaltende Müdigkeit in meinem Alltag stark einschränkt.”
- „Ich suche aktuell nach zusätzlicher Unterstützung, um besser mit meiner MS-bedingten Fatigue umzugehen.“
- „Ich habe von digitalen Therapieprogrammen gehört und würde gern über elevida sprechen.“
- „Ich suche nach einer Ergänzung zu meiner üblichen MS-Versorgung und möchte im Alltag selbst aktiv werden.“
Viele Menschen fühlen sich vor solchen Gesprächen unsicher oder angespannt. Das ist völlig in Ordnung. Du darfst dir Zeit nehmen, nachfragen oder auch sagen, wenn dir etwas schwerfällt. Notiere dir am besten vor dem Gespräch bereits ein oder zwei Punkte, die dir wichtig sind. Du kannst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt offen über deine aktuelle Situation und Belastung durch die Multiple Sklerose mit Fatigue sprechen. Die meisten Fachpersonen sind mit solchen Gesprächen bereits vertraut. Es ist ratsam, Informationsmaterial über elevida zu deinem Termin mitzubringen und gemeinsam zu besprechen.
Ja, elevida kann grundsätzlich auch mehrfach verordnet werden. Abhängig vom Verlauf der Erkrankung oder der Beschwerden kann eine längere Nutzung sogar erforderlich sein, um die Behandlungseffekte zu stabilisieren.
Da elevida als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gelistet ist, übernehmen in der Regel alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für weitere Verschreibungen. Vorausgesetzt, es liegt weiterhin die entsprechende Diagnose für Multiple Sklerose (G35) und anhaltende Fatigue-Beschwerden vor.
Die empfohlene Nutzungsdauer für eine Verordnung beträgt mindestens 90 Kalendertage. Wenn du elevida über diesen Zeitraum hinaus nutzen möchtest, solltest du rechtzeitig vor Ablauf ein Folgerezept in deiner Arztpraxis beantragen. Nach Ablauf des Zugangs werden alle Daten im Programm unwiderruflich gelöscht.
Wenn dir deine Ärztin, dein Arzt oder Therapeut:in ein E-Rezept für elevida ausstellt, frage am besten nach einem Papierausdruck zur Einlösung der DiGA. In der Arztpraxis wird dieser Ausdruck oft auch „E-Rezept-Papiertoken“ oder „Patientenausdruck“ genannt.
Diesen Ausdruck kannst du ganz einfach über unseren kostenfreien Rezept-Service hochladen. Wir übernehmen anschließend die Einreichung bei deiner Krankenkasse und fordern deinen Zugangsschlüssel für dich an. Das ist für viele der unkomplizierteste Weg.
Bitte beachte: Für einige Krankenkassen steht der Rezept-Service derzeit leider nicht zur Verfügung (AOK Nordost, AOK Nordwest, AOK Hessen, BKK firmus, BAHN-BKK und Heimat Krankenkasse).
Alternativ kannst du dein E-Rezept auch direkt über die E-Rezept App der gematik oder die E-Rezept App deiner Krankenkasse einreichen. Einige Krankenkassen unterstützen dies bereits vollständig. Alles Weitere zum Einlöseprozess von elevida über die gematik findest du hier.
Sobald du den Zugangsschlüssel von deiner Krankenkasse erhalten hast, kannst du ihn bei deiner Registrierung eingeben und direkt mit elevida starten.
Technisches & Support
Wenn du technische Fragen hast, schreib einfach eine E-Mail an unser elevida Support-Team unter info@elevida.de. Wir helfen dir gerne weiter und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Das Support-Team steht dir zu den üblichen Geschäftszeiten für Anfragen zur Verfügung.
- Rezept holen: Besorg dir bei deiner Ärztin, deinem Arzt oder in einer therapeutischen Praxis ein Rezept für elevida (für die Diagnose Multiple Sklerose, G35).
- Rezept einlösen: Reiche das Rezept bei deiner Krankenkasse ein oder nutze ganz einfach den kostenfreien Rezept-Service.
- Zugangsschlüssel erhalten: Deine Krankenkasse schickt dir daraufhin deinen persönlichen Zugangsschlüssel zu.
- Schlüssel eingeben & Konto erstellen: Gib den Zugangsschlüssel auf der Webseite in der Registrierungsmaske ein. Folge den Anweisungen, um dein Konto anzulegen. Wichtig: Achte auf die korrekte Schreibweise deiner E-Mail-Adresse, da diese für die Nutzung zwingend erforderlich ist.
- Anmeldung bestätigen: Du erhältst eine Bestätigungs-E-Mail. Klicke auf den darin enthaltenen Link, um deinen Account zu aktivieren.
- Login: Sobald du den Link bestätigt hast, ist dein Zugang frei. Logge dich einfach mit deinen Nutzerdaten (E-Mail und Passwort) unter elevida.broca.io/de/login ein.
elevida findest du nicht im App‑Store, weil es keine klassische Smartphone‑App ist. Die Anwendung läuft als interaktives Onlineprogramm, auf das du einfach über einen aktuellen Browser deines Smartphones, Tablets, Laptops oder Computers zugreifst.
Die webbasierte Anwendung erfüllt höchste Datenschutzstandards (die Verarbeitung erfolgt im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung). Da keine Installation über App-Stores nötig ist, entfallen zusätzliche Abhängigkeiten von Drittanbietern. Deine sensiblen Gesundheitsdaten werden direkt über gesicherte Infrastrukturen verarbeitet, was maximale Kontrolle und Sicherheit gewährleistet.
Wandle den 16-stelligen Code, den du von deiner Krankenkasse erhalten hast, einmalig in deinen persönlichen Zugangsschlüssel um, um ihn freizuschalten.
Code einlösen: https://elevida.com/de-de/aktivieren
Deinen Zugangsschlüssel (die Kombi aus Buchstaben und Zahlen) brauchst du nur ein einziges Mal für deine Registrierung. Später meldest du dich einfach passwortgeschützt mit deiner E-Mail-Adresse und dem Passwort an, die du bei der Anmeldung festgelegt hast.
Achte bei der Anmeldung darauf, dass du deine Daten korrekt eingibst (Groß- und Kleinschreibung beim Passwort beachten). Falls du dein Passwort vergessen hast, kannst du es über die Funktion „Passwort anfordern“ zurücksetzen.
Um die Registrierung abzuschließen, ist es wichtig, den Link in der Bestätigungs-E-Mail zu klicken. Bitte beachte, dass dieser nach einiger Zeit abläuft. Hier kannst du dir den Link erneut zusenden lassen: elevida .
Solltest du weiterhin Probleme bei der Registrierung oder Anmeldung haben, wende dich gerne an den Support: info@elevida.de.
Kein Problem! Wenn du dein Passwort vergessen hast, kannst du es hier erneuern:
Um Feedback zu geben oder Beschwerden einzureichen, nutze unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf dein Feedback.
Wenn du Fragen zu den Inhalten von elevida hast, kontaktiere gerne unseren Support über das Kontaktformular.
Falls die Eingabe deines Freischaltcodes nicht direkt klappt, probiere Folgendes:
- Beachte, dass die Ziffer Null „0“ in von Krankenkassen ausgestellten Freischaltcodes nicht enthalten ist. Bitte achte darauf, sie nicht mit dem Buchstaben „O“ zu verwechseln.
- Eventuell sorgt eine technische Störung dafür, dass die Eingabe nicht funktioniert. Bitte versuche es in 1 bis 2 Stunden noch einmal.
Therapie & Wirkung
elevida ist ein interaktives Onlineprogramm, das schwerpunktmäßig anerkannte Behandlungselemente der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) nutzt und eine Vielzahl von Inhalten für Betroffene mit Multipler Sklerose (MS) und gleichzeitiger Fatigue bietet. Das Programm ist in 9 Dialogen unterteilt. Hier ist eine Übersicht für dich:
Individuelles Müdigkeitsmodell Informationen zum individuellen „Müdigkeitsmodell“ auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen Ansatzes.
Aktivität und Ruhezeiten Erläuterung zum Gleichgewicht zwischen körperlicher Aktivität und Ruhezeiten und Vermittlung von Vorschlägen für tägliche Aktivitäten und Entspannungszeiten.
Aufmerksamkeit und Ermüdung Erklärung der Zusammenhänge zwischen der eigenen (willentlichen) Aufmerksamkeit und dem Schweregrad der Ermüdungssymptome.
Grundlagen der KVT und Selbstbeobachtung Einführung in die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und Erläuterung der wichtigen Rolle der Selbstbeobachtung (z. B. durch ein Fatigue-Tagebuch) im Zusammenhang mit der Erschöpfung.
Stressmanagement Auseinandersetzung mit Stressauslösern und Vorstellung konkreter Bewältigungstechniken auf der Grundlage der KVT.
Schlafmanagement Erläuterung der wichtigsten Regeln und Techniken für einen guten Schlaf im Zusammenhang mit MS.
Denkmuster verändern Übungen zum Erkennen nicht hilfreicher Denkmuster und zum Ersatz durch neue, hilfreichere Gedanken.
Soziale Ressourcen Erläuterung der Rolle sozialer Ressourcen und Aufzeigen von Möglichkeiten, um Unterstützung durch das eigene soziale Netzwerk zu erhalten.
Zusammenfassung und Zukunftsperspektive Zusammenfassung der wichtigsten Themen und Techniken aus den vorherigen Dialogen und interaktive Entwicklung einer Zukunftsperspektive zum langfristigen Umgang mit der Fatigue.
Vorab: Es gibt keine perfekte Nutzung von elevida. Versuche, das interaktive Therapieprogramm so natürlich wie möglich in deinen Alltag einzubinden und achte darauf, dass sich die Nutzung stets gut für dich anfühlt. Viele Nutzende haben davon profitiert, wenn sie sich regelmäßig kleine Zeitfenster einplanen und Inhalte in Ruhe bearbeiten.
Hilfreich kann sein:
- Ein fester, ruhiger Ort: Eine Routine macht dir die Nutzung von elevida einfacher. Zum Beispiel jeden Mittwoch- und Freitagabend auf dem Sofa mit einer Tasse Tee.
- Regelmäßige Einheiten: Erfahrungen zeigen, dass elevida idealerweise 1-2 Mal wöchentlich für jeweils mindestens eine halbe Stunde genutzt werden sollte.
- Verknüpfe elevida mit Bestehendem: Zum Beispiel nach dem Frühstück oder abends vor dem Zähneputzen. Bestehende Routinen erleichtern das Dranbleiben.
- Offenheit gegenüber den Übungen: Versuche, dich unvoreingenommen und ohne Leistungsdruck auf die Übungen und Inhalte einzulassen.
- Ein “Fatigue-Tagebuch”: Die Selbstbeobachtung spielt bei elevida eine wichtige Rolle. Schreibe die für dich besonders wichtigen Impulse in ein nur dafür angelegtes Notizheft oder nutze das im Programm angeregte Tagebuch, um deine Symptome besser kennenzulernen.
- Nutze Erinnerungen bewusst: Kalendereinträge können eine freundliche Einladung an dich selbst sein. Zudem bietet elevida auf Wunsch an, dir regelmäßig E-Mails oder SMS zu schicken, um die Übungsinhalte zu vertiefen und dich im Alltag ans Dranbleiben zu erinnern.
- Erlaube dir Pausen: Es ist in Ordnung, die virtuellen Dialoge mal zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen. Wenn dir eine Übung Schwierigkeiten bereitet, anstrengend wird oder sich unangenehm anfühlt, mache bitte bewusst eine Programmpause.
- Nicht alles sofort verstehen müssen: Manche Inhalte wirken erst später nach. Du musst nicht bei jeder Übung sofort etwas spüren.
- Hole dir Unterstützung: Wenn die Beschäftigung mit dem Programm für dich zu belastend ist, Beschwerden verstärkt oder Fragen aufwirft, darfst und solltest du mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder in der psychotherapeutischen Praxis darüber sprechen.
Deine Ärztin, dein Arzt oder Therapeut:in kann deine Angaben aus elevida nicht automatisch einsehen, da das Programm zur eigenständigen Anwendung in Ergänzung zu deiner üblichen Behandlung bestimmt ist. Wenn du möchtest, kannst du sie aber jederzeit selbst über deine Nutzung und Fortschritte informieren. So behält dein Behandlungsteam den Überblick und kann dich noch gezielter unterstützen.
elevida kannst du sowohl allein nutzen als auch begleitend zu anderen Therapieformen (als Ergänzung zu deiner üblichen Versorgung) einsetzen. Wir möchten dich aber darauf hinweisen, dass elevida nicht dazu gedacht ist, eine Behandlung durch Ärzt:innen oder Therapeut:innen zu ersetzen und auch keine Grundlage für diagnostische oder therapeutische Entscheidungen bietet. Änderungen an bestehenden Medikamenten oder Behandlungen solltest du immer nur nach Rücksprache mit deinen Behandler:innen vornehmen.
Wenn du dich in einer Krise befindest oder sich dein Gesundheitszustand plötzlich verschlechtert, wende dich bitte sofort an deine behandelnden Ärzt:innen oder Therapeut:innen. Alternativ kannst du in Deutschland auch folgende Notrufnummern nutzen:
- Notruf allgemein / Rettungsdienst: 112
- Polizei: 110
- Seelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
Bitte beachte: elevida ist nicht für den Einsatz in Notfällen geeignet. Es ist ein interaktives Onlineprogramm zur eigenständigen Anwendung und ersetzt keine Ärzt:innen oder Therapeut:innen bzw. keine akute Betreuung durch medizinisches Fachpersonal. Wenn es dringend ist, zögere nicht, sofort professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – du bist damit nicht allein.
elevida bietet dir verschiedene Möglichkeiten zur Selbstüberprüfung, um deinen Fortschritt im Blick zu behalten. Dazu gehören regelmäßige, wöchentliche Check-ins, bei denen du dein aktuelles Energie- und Aufmerksamkeitslevel, deine Fitness sowie deinen allgemeinen Umgang mit der Fatigue überprüfen kannst. Zusätzlich steht dir in Modul 5 auch ein PHQ-9-Fragebogen zur Verfügung.
Aus den Angaben in diesen kurzen Fragebögen erstellt elevida für dich Text- und Grafik-Feedbacks. Diese fassen deine Entwicklungen zusammen und helfen dir dabei, Veränderungen deiner Symptome im Laufe der Zeit besser zu reflektieren. Auf freiwilliger Basis kannst du diese Erkenntnisse natürlich auch jederzeit mit deiner Therapeutin/deinem Therapeuten oder deiner Ärztin/deinem Arzt besprechen.
Die interaktiven Übungen und virtuellen Dialoge passen sich laufend an deine Antworten an. Sie geben dir dadurch kontinuierliches Feedback und helfen dir dabei, die Inhalte auf deine Bedürfnisse abzustimmen, deine Ziele zu erreichen und deinen Fortschritt aktiv zu verfolgen.
elevida sollte bei Vorliegen folgender Erkrankungen nicht angewendet werden:
- F20 Schizophrenie
- F23 Akute vorübergehende psychotische Störungen
- F25 Schizoaffektive Störungen
- F31 Bipolare affektive Störung
- R45.8 Sonstige Symptome, die die Stimmung betreffen
Auch bei einem akuten suizidalen Risiko darf elevida nicht eingesetzt werden. Zur Erklärung: Ein solches Risiko liegt vor, wenn du in den letzten 90 Tagen die ernsthafte Absicht hattest, dir das Leben zu nehmen (unabhängig davon, ob ein konkreter Plan vorlag), oder wenn du in den letzten 12 Monaten versucht hast, dir das Leben zu nehmen. Wende dich in solchen Fällen bitte umgehend an folgende Anlaufstellen:
- Notruf allgemein / Rettungsdienst: 112
- Polizei: 110
- Seelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
Ja, elevida ist explizit zur eigenständigen Nutzung als Ergänzung zur üblichen medizinischen oder psychotherapeutischen Versorgung bestimmt. Du kannst das Onlineprogramm also problemlos zusätzlich zu deiner bestehenden Behandlung (wie z. B. bei deiner Neurologin oder deinem Neurologen) nutzen.
Studien belegen den Nutzen dieser Kombination: Eine klinische Studie mit 275 MS-Patient:innen zeigte, dass Menschen, die elevida begleitend zur Standardversorgung genutzt haben, nach 12 Wochen eine deutlich stärkere Verringerung ihrer MS-bedingten Fatigue aufwiesen als Personen, die ausschließlich die übliche Standardversorgung erhielten. Dieser positive Effekt war auch nach 6 Monaten noch messbar. Zudem zeigten die elevida-Nutzenden eine stärkere Reduktion bei den kognitiven Aspekten der Erschöpfung und waren in ihrem Alltag wieder aktiver.
Nutzung im Alltag
Die empfohlene Nutzungsdauer für elevida beträgt mindestens 90 Kalendertage. Abhängig vom Verlauf der Erkrankung oder der Beschwerden kann eine längere Nutzung jedoch erforderlich sein, um die Behandlungseffekte zu stabilisieren. Eine Verordnung gilt zunächst für 90 Tage. Daher ist rechtzeitiges Handeln wichtig: Vor Ablauf sollte mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt oder der therapeutischen Fachkraft über ein Folgerezept gesprochen werden.
Die Daten werden sonst nach den ersten 90 Tagen unwiderruflich gelöscht. Mit einem Folgerezept wird ein nahtloser Übergang ermöglicht, die bisherigen Fortschritte werden gefestigt und die bisherigen Daten bleiben gesichert. Alternativ kann elevida auch als Selbstzahler:in weiterhin genutzt werden, um die Daten zu behalten.
elevida ist ein interaktives Onlineprogramm, für das du einen Internetzugang und ein geeignetes Endgerät wie ein Smartphone, Tablet, einen Laptop oder Computer brauchst. Leider gibt es keine Offline-Funktionen, sodass du ohne Internetzugang nicht auf elevida zugreifen kannst.
Wenn du keinen eigenen Internetzugang hast, gibt es aber Möglichkeiten, trotzdem auf elevida zuzugreifen. Viele Bibliotheken bieten zum Beispiel Computer mit Internet an. Such dir einfach einen Ort, an dem du ungestört arbeiten kannst. Alles, was du brauchst, sind deine Zugangsdaten, um dich bei elevida anzumelden. Die Anwendung führt dich in einem dynamischen Dialog durch das Programm, sodass keine speziellen Computerkenntnisse erforderlich sind und elevida problemlos und intuitiv genutzt werden kann.
Wenn du einmal Unterstützung brauchst, steht dir auch unser technischer Support zur Verfügung. Du erreichst ihn über den Menüpunkt „Hilfe und Kontakt“ auf der Webseite oder direkt per E-Mail an info@elevida.de.
Ja, du kannst elevida jederzeit pausieren oder abbrechen. Das interaktive Onlineprogramm lässt sich später genau an der Stelle fortsetzen, an der du aufgehört hast, da dein Fortschritt gespeichert wird.
Sollte dir eine Übung einmal Schwierigkeiten bereiten, zu belastend sein oder sich unangenehm anfühlen, wird sogar ausdrücklich dazu geraten, ganz bewusst eine Programmpause zu machen.
Beachte dabei lediglich, dass die Nutzungsdauer pro Verordnung auf 90 Tage festgelegt ist.
Um elevida länger als 90 Tage hinaus nutzen zu können (eine zweimalige Verordnung wird zur Verstärkung der Effekte sogar empfohlen), wird ein Folgerezept benötigt. Dieses kann bei deinen Behandler:innen angefragt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Verordnung über die Krankenkasse zu beantragen und dort einen weiteren Zugangsschlüssel für elevida anzufordern. Sobald ein neuer Schlüssel vorliegt, kann er wie gewohnt auf der elevida-Website eingelöst werden. Der Zugang verlängert sich dann um weitere 90 Tage.
Es wird empfohlen, den neuen Zugangsschlüssel vor Ablauf des aktuellen Zugangs einzulösen, damit die Verlängerung reibungslos funktioniert. Die verbleibende Laufzeit des Accounts kann in den Nutzungseinstellungen eingesehen werden.
Wichtig dabei zu wissen ist, dass gesetzlich vorgeschrieben ist, dass personenbezogene Daten nach Ablauf der 90 Tage unwiderruflich gelöscht werden. Ist der Zugang bereits abgelaufen, besteht kein Zugriff mehr auf die Angaben und persönlichen Daten in elevida. Sollten ein paar Tage Aufschub benötigt werden, kann das Support-Team unter info@elevida.de kontaktiert werden.
Datenschutz bei elevida
Du kannst elevida auch anonym (bzw. pseudonym) verwenden, indem du bei der Registrierung eine E-Mail-Adresse und eine Anrede auswählst, die keine Rückschlüsse auf deine Identität zulassen (die zum Beispiel nicht deinen echten Namen enthalten). Kostenlose E-Mail-Konten kannst du z. B. bei GMX, Hotmail oder Gmail einrichten.
Darüber hinaus nehmen wir den Schutz deiner personenbezogenen Daten, wie z. B. deiner E-Mail-Adresse, sehr ernst und verwenden diese nur, um dir die Nutzung von elevida zu ermöglichen. Die Verarbeitung deiner Daten erfolgt strikt im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Deine personenbezogenen Daten werden weder an Dritte weitergegeben noch für werbliche Zwecke verwendet. Weitere detaillierte Informationen dazu findest du auch in der Datenschutzerklärung von elevida.
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) in den USA. Persönliche Daten werden streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Speicherung erfolgt nach den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Daten werden auf sicheren Servern in Deutschland gelagert. Weitere Informationen zum Datenschutz findest du zudem in der Datenschutzerklärung von elevida.
Nach Ende der Programmnutzung (Nutzungszeitraum 90 Tage) werden alle personenbezogenen Daten automatisch und unverzüglich gelöscht.
Du kannst deine Mobilnummer optional für den SMS-Service angeben. So erhältst du auf Wunsch tägliche Erinnerungen oder kleine Impulse wie Tipps und Übungen, die dir helfen, elevida leichter in deinen Alltag einzubauen und motiviert zu bleiben.
Ja, du kannst deine Erkenntnisse aus elevida teilen. Das Programm erstellt aus deinen regelmäßigen Angaben Text- und Grafik-Feedbacks, die deine Entwicklungen und Symptomverläufe zusammenfassen. Zudem steht dir in Modul 5 ein spezieller PHQ-9-Fragebogen als PDF-Datei zur Verfügung. Diese Zusammenfassungen und Dokumente kannst du auf Wunsch nutzen, um deine Fortschritte mit Dritten, wie beispielsweise deinen Behandler:innen, zu teilen und zu besprechen.
Multiple Sklerose verstehen
Die genauen Ursachen von MS sind bis heute nicht vollständig geklärt. Nach aktuellem Forschungsstand entsteht Multiple Sklerose vermutlich durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
MS ist keine klassische Erbkrankheit. Vererbt wird also nicht die Erkrankung selbst, wohl aber möglicherweise eine genetische Veranlagung, die das Risiko erhöhen kann. Das bedeutet: In Familien mit MS tritt die Erkrankung zwar etwas häufiger auf, Kinder oder Geschwister von Betroffenen erkranken aber nicht zwangsläufig ebenfalls.
Zu den wichtigsten bekannten Risikofaktoren zählen eine genetische Veranlagung, Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), Rauchen, Übergewicht im Jugendalter und möglicherweise ein Vitamin-D-Mangel. Keiner dieser Faktoren allein löst MS aus – erst ihr Zusammenspiel scheint das Erkrankungsrisiko zu erhöhen.
Nein, Multiple Sklerose ist derzeit nicht heilbar. Moderne verlaufsmodifizierende Therapien können die Erkrankung jedoch deutlich verlangsamen, die Zahl der Schübe reduzieren und das Risiko für bleibende Nervenschäden senken. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind in der Regel die langfristigen Aussichten.
In Deutschland leben schätzungsweise 280.000 bis 300.000 Menschen mit Multipler Sklerose. Frauen sind etwa zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Jedes Jahr erhalten mehrere tausend Menschen die Diagnose neu, meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.
Ja. Viele Menschen mit Multipler Sklerose arbeiten weiterhin, gründen Familien, treiben Sport und gestalten ihren Alltag selbstständig. Wie stark die Erkrankung das Leben beeinflusst, hängt unter anderem von der Verlaufsform, dem Zeitpunkt der Diagnose und dem Ansprechen auf die Therapie ab. Eine frühzeitige Behandlung, regelmäßige Bewegung und eine gute medizinische Begleitung können dazu beitragen, die Lebensqualität langfristig zu erhalten.
MS ist die Abkürzung für Multiple Sklerose, eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise die schützende Hülle der Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark an. Dadurch wird die Weiterleitung von Nervenimpulsen gestört, was zu unterschiedlichen neurologischen Beschwerden wie Sehstörungen, Taubheitsgefühlen, Muskelschwäche oder starker Erschöpfung führen kann. Der Verlauf der Erkrankung ist individuell sehr verschieden und kann von leichten bis zu stärker ausgeprägten Symptomen reichen.
Bei Multipler Sklerose richtet sich das Immunsystem irrtümlich gegen die Myelinschicht – die schützende Hülle der Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark. Dadurch entstehen Entzündungen, die die Weiterleitung von Nervenimpulsen stören. Je nachdem, welche Bereiche betroffen sind, können ganz unterschiedliche Beschwerden wie Sehstörungen, Taubheitsgefühle oder Fatigue auftreten.
Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Sie betrifft Gehirn und Rückenmark und verläuft individuell. Manche Menschen erleben nur wenige Schübe, bei anderen schreitet die Erkrankung schneller voran.
Teilweise ja. Nach einer Entzündung kann der Körper die beschädigte Myelinschicht in manchen Fällen wieder aufbauen. Dieser Reparaturprozess gelingt vor allem in frühen Krankheitsstadien. Wiederholte Entzündungen können jedoch langfristig Nervenzellen schädigen. Deshalb spielt eine frühzeitige MS-Behandlung eine wichtige Rolle.
Nach aktuellem Forschungsstand gilt eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Multiple Sklerose. Studien zeigen, dass nahezu alle Menschen, die an MS erkranken, zuvor mit EBV infiziert waren. Dennoch entwickelt nur ein kleiner Teil der Infizierten tatsächlich MS. Für die Entstehung der Erkrankung müssen vermutlich weitere Faktoren wie genetische Veranlagung und Umwelteinflüsse zusammenkommen..
Nein. Mehr als 90 Prozent der Erwachsenen tragen das Epstein-Barr-Virus in sich, während nur ein kleiner Teil an Multipler Sklerose erkrankt. Eine EBV-Infektion allein reicht nach heutigem Wissensstand nicht aus, um die Erkrankung auszulösen. Sie gilt vielmehr als ein wichtiger Baustein im komplexen Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren.
Derzeit gibt es weder eine zugelassene Impfung gegen das Epstein-Barr-Virus noch eine Therapie, die das Virus vollständig aus dem Körper entfernen kann. Forschende arbeiten jedoch intensiv an Impfstoffen und neuen Behandlungsansätzen zu MS. Ziel ist es, das Erkrankungsrisiko langfristig zu senken oder den Krankheitsverlauf künftig gezielter beeinflussen zu können.
Die wichtigsten Formen sind RRMS, SPMS und PPMS. Das klinisch isolierte Syndrom (KIS) kann einer MS vorausgehen.
RRMS verläuft schubförmig, SPMS ist durch eine zunehmende Verschlechterung nach einer zunächst schubförmigen Phase gekennzeichnet. Bei PPMS schreiten die Beschwerden von Beginn an langsam fort.
Ja. Aus einer zunächst schubförmigen MS kann sich bei einem Teil der Betroffenen eine SPMS entwickeln.
In den allermeisten Fällen nicht unmittelbar. Die meisten Menschen mit MS leben viele Jahre oder Jahrzehnte mit der Erkrankung.
Nein, MS gilt heute nicht als unmittelbar tödliche Erkrankung. Die individuelle Prognose hängt jedoch vom Krankheitsverlauf und weiteren Faktoren ab.
Die Lebenserwartung hat sich durch moderne Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert und liegt heute häufig nur wenige Jahre unter der Allgemeinbevölkerung.
Das MRT ist ein zentraler Bestandteil der Diagnostik, reicht allein aber nicht aus. Die Diagnose basiert immer auf mehreren Untersuchungen, darunter die neurologische Untersuchung, die Krankengeschichte und häufig auch eine Liquoruntersuchung.
Nicht unbedingt. Vor allem zu Beginn der Erkrankung kann es vorkommen, dass Veränderungen noch nicht eindeutig sichtbar sind. In solchen Fällen können Kontrolluntersuchungen oder weitere diagnostische Verfahren notwendig sein.
Die Diagnosekriterien für MS verlangen den Nachweis, dass Entzündungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und an verschiedenen Stellen des zentralen Nervensystems aufgetreten sind. Deshalb sind manchmal Verlaufskontrollen notwendig, bevor eine sichere Diagnose gestellt werden kann.
Die Diagnose basiert auf mehreren Bausteinen, darunter die Krankengeschichte, eine neurologische Untersuchung, MRT-Aufnahmen und häufig eine Liquoruntersuchung. Ein einzelner Test reicht nicht aus.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Je nach Beschwerden und Untersuchungsergebnissen kann die Diagnostik mehrere Untersuchungen und teilweise längere Verlaufskontrollen erfordern.
Zu den häufigsten Differentialdiagnosen von MS gehören unter anderem NMOSD, MOGAD, Vitamin-B12-Mangel, bestimmte Autoimmunerkrankungen sowie Infektionen oder Stoffwechselstörungen. Welche Erkrankungen ausgeschlossen werden, hängt von den individuellen Beschwerden ab.
Nein. Es gibt keinen Bluttest, der Multiple Sklerose sicher nachweist. Blutuntersuchungen dienen vor allem dazu, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen können.
Eine sichere Diagnose von MS basiert auf mehreren Untersuchungen und dem Zusammenspiel aller Befunde. Sind die Ergebnisse zunächst nicht eindeutig, können Verlaufskontrollen oder zusätzliche Untersuchungen notwendig sein.
Symptome & Anzeichen
Die ersten Symptome einer Multiplen Sklerose sind häufig Sehstörungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle, ungewöhnliche Erschöpfung (Fatigue), Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen. Welche Beschwerden auftreten, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Zu den häufigsten ersten Anzeichen von MS zählen verschwommenes Sehen, Missempfindungen in Armen oder Beinen, Muskelschwäche, Koordinationsprobleme und starke Erschöpfung. Die Symptome halten meist mindestens 24 Stunden an und sollten neurologisch abgeklärt werden.
Ja. Viele Betroffene berichten bereits früh über eine ausgeprägte Fatigue. Diese Form der Erschöpfung geht weit über normale Müdigkeit hinaus und bessert sich oft auch durch ausreichend Schlaf nicht vollständig.
Wie sich MS äußert, hängt davon ab, welche Bereiche des zentralen Nervensystems betroffen sind. Typische Symptome bei MS sind unter anderem Gefühlsstörungen, Muskelschwäche, Gleichgewichtsprobleme, Fatigue, Schmerzen oder Sehstörungen. Die Beschwerden können schubweise auftreten oder sich langsam entwickeln und den Alltag unterschiedlich stark beeinflussen.
Ja. Vor allem bei der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose bilden sich Beschwerden nach einem Schub häufig teilweise oder sogar vollständig zurück. Manche Symptome können jedoch bestehen bleiben oder im weiteren Verlauf erneut auftreten. Wie gut sich Beschwerden zurückbilden, ist individuell unterschiedlich.
Nein. Kribbeln, Taubheitsgefühle oder eine Sehstörung können viele verschiedene Ursachen haben, etwa Nervenreizungen, Durchblutungsstörungen oder andere Erkrankungen. Treten mehrere neurologische Beschwerden gleichzeitig auf, halten sie länger an oder kehren sie wiederholt zurück, sollte die Ursache neurologisch abgeklärt werden. Nur durch entsprechende Untersuchungen lässt sich feststellen, ob Multiple Sklerose oder eine andere Erkrankung dahintersteckt.
Die Symptome bei MS unterscheiden sich bei Frauen in der Regel nicht von denen bei Männern. Hormonelle Veränderungen, etwa während der Menstruation, Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, können jedoch beeinflussen, wie stark einzelne Beschwerden wahrgenommen werden.
Nein. Eine Sehnerventzündung kann verschiedene Ursachen haben. Neben einer Multiplen Sklerose kommen beispielsweise andere Autoimmunerkrankungen oder Infektionen infrage. Deshalb sollte eine plötzliche Sehverschlechterung immer ärztlich abgeklärt werden.
Die Beschwerden entwickeln sich meist innerhalb weniger Stunden oder Tage. Bei vielen Betroffenen verbessert sich das Sehvermögen in den folgenden Wochen oder Monaten deutlich. Wie schnell und vollständig sich das Sehen erholt, ist individuell unterschiedlich.
Die Behandlung bei Optikusneuritis richtet sich nach der Ursache der Sehnerventzündung. Liegt Multiple Sklerose vor, kommen häufig hoch dosierte Kortisonpräparate zum Einsatz, um die Entzündung zu verringern und die Erholung zu unterstützen.