Wie wirkt elevida?

Interaktive KVT:
Methodische Tiefe durch adaptive Dialog-Technologie

elevida ist kein statisches Online-Lernprogramm, sondern eine adaptive Intervention, die das Prinzip der “simulierten Empathie” nutzt. In einem virtuellen Dialog werden Patient:innen durch die evidenzbasierten Bausteine der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) geführt.

Anstatt Inhalte lediglich passiv zu konsumieren, interagieren Nutzer:innen aktiv mit dem Programm. Durch die kontinuierliche Reaktion auf individuelle Eingaben passt elevida die therapeutischen Schwerpunkte in Echtzeit an und schafft so eine personalisierte Erfahrung, die wissenschaftliche Tiefe mit digitaler Flexibilität vereint.

Der therapeutische Werkzeugkasten:Vielfalt und Individualisierung

elevida nutzt Methoden der modernen kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). In individuell abgestimmten interaktiven Modulen werden Patient:innen dazu befähigt, ihre Erkrankung besser zu verstehen und aktiv Strategien zur Krankheitsbewältigung zu entwickeln. Das Programm besteht dabei aus einem edukativen und praktischen Elementen. elevida wählt basierend auf den Antworten der Patient:innen die jeweils passenden Inhalte aus.

Die therapeutischen Bausteine im Überblick:

  • Psychoedukation:
    Fundiertes Wissen über den Umgang mit MS-Fatigue.
  • Kognitive Techniken:elevida setzt die ganze Bandbreite der KVT ein. Ziel ist eine langfristige Verhaltensänderung.
  • Arbeit auf der Verhaltensebene:
    Auf der Verhaltensebene werden gesunde und selbstfürsorgliche Muster gestärkt. Dies geschieht u.a. durch das Genusstraining und der Arbeit mit dem Belohnungssystem.

Therapeutische Ziele & Lernerfolge

Was Ihre Patient:innen mit elevida lernen und üben:

Informationen zum individuellen “Müdigkeitsmodell”

auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen Ansatzes.

Erläuterung zum Gleichgewicht zwischen körperlicher Aktivität und Ruhezeiten

und Vermittlungvon Vorschlägen für tägliche Aktivitäten und Entspannungszeiten.

Zusammenhänge

zwischen der eigenen Aufmerksamkeit und dem Schweregrad derErmüdungssymptome.

Grundlagen der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)

und Erläuterung der Rolle derSelbstbeobachtung im Zusammenhang mit der Fatigue.

Stressmanagement und Vorstellung

von Bewältigungstechniken auf der Grundlage der KVT.

Schlafmanagement und Erläuterung

der wichtigsten Regeln und Techniken für einen guten Schlaf.

Übungen zum Erkennen nicht hilfreicher Denkmuster

und zum Ersatz durch neue, hilfreichereGedanken.

Erläuterung der Rolle sozialer Ressourcen

und Aufzeigen von Möglichkeiten zur Unterstützungdurch das eigene soziale Netzwerk.

Zusammenfassung

der wichtigsten Themen und Techniken und interaktive Entwicklung einerZukunftsperspektive.

elevida wird von der S2k-Leitlinie zur Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose empfohlen

elevida wird in der aktuellen S2k-Leitlinie zur Behandlung der MS-bedingten Fatigue ausdrücklich zum Selbstmanagement empfohlen.

Wofür können Sie elevida empfehlen?

  • zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz
  • zur Begleitung einer bestehenden Behandlung
  • als alleinstehende Therapieoption
  • als Nachsorge-Maßnahme zur Stabilisierung nach ambulanter oder stationärer Therapie

ICD-10:

  • G35 Multiple Sklerose [Encephalomyelitis disseminata]

ICD-11:

  • 8A40 Multiple Sklerose

Kontraindikationen

  • F20 Schizophrenie
  • F23 Akute vorübergehende psychotische Störungen
  • F25 Schizoaffektive Störungen
  • F31 Bipolare affektive Störung
  • R45.8 Sonstige Symptome, die die Stimmung betreffen

Warum ist elevida wirksam?
Wirkprinzipien aus Forschung & Versorgung

1. Kognitive Verhaltenstherapie–strukturiert und alltagsnah

elevida vermittelt und trainiert verhaltenstherapeutische Interventionen mit dem Ziel, Fertigkeiten im Alltag umzusetzen.

2. Individualisierung statt „one size fits all“

elevida ist als dialogbasiertes Programm aufgebaut und führt Patient:innen Schritt für Schritt durch therapeutische Inhalte – mit Antwort-Auswahlmöglichkeiten, Wiederholungen und einem Tempo, das sich am individuellen Alltag orientiert. elevida bietet Patient:innen die Möglichkeit thematische Schwerpunkte selbst auszuwählen – so können Inhalte bedarfsorientiert vertieft werden.

Sie haben noch Fragen?

Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten zur Funktion und Anwendung von elevida.

Nein, das ist nicht zwingend erforderlich. elevida ist explizit zur eigenständigen Nutzung in Ergänzung zur üblichen Versorgung konzipiert. Im alleinstehenden Einsatz arbeiten Ihre Patient:innen vollständig eigenständig mit der Anwendung, die sie interaktiv durch virtuelle Dialoge anleitet.

Im Rahmen eines Blended-Care-Ansatzes können Sie die Inhalte und Erkenntnisse aus elevida (wie beispielsweise die regelmäßigen Symptom-Abfragen zur Verlaufskontrolle) aber natürlich optional in Ihre ärztlichen oder psychotherapeutischen Sitzungen einbeziehen. Den Umfang und die Art der Integration bestimmen Sie dabei völlig selbst.

Grundsätzlich ist elevida als interaktives Onlineprogramm zur eigenständigen Nutzung durch Ihre Patient:innen konzipiert. Sie müssen daher inhaltlich oder technisch nicht zwingend eingebunden sein. Das Programm führt die Patient:innen durch einen dynamischen, virtuellen Dialog Schritt für Schritt durch die Inhalte. Durch fortlaufende Antwortmöglichkeiten werden der Verlauf, der Stil und die Tiefe der Gespräche kontinuierlich und individuell an die Bedürfnisse und Wünsche der Patient:innen angepasst.

Im Rahmen von "Blended-Care" können Sie elevida aber natürlich optional als Ergänzung in Ihre Behandlung integrieren (z. B. zur Strukturierung zwischen Sitzungen oder zur Verlaufsbesprechung). Der Umfang liegt dabei vollständig in Ihrer Hand, denn das Programm soll Ihre Therapieausrichtung unterstützen, ärztliche oder psychotherapeutische Behandlungen aber keinesfalls ersetzen.

Bei technischen oder organisatorischen Fragen müssen Sie keine Praxisressourcen binden: Das elevida Support-Team (der GAIA AG) unterstützt Ihre Patient:innen jederzeit per E-Mail unter info@elevida.de.

Ja. elevida ist explizit als Ergänzung zur üblichen Versorgung konzipiert und kann problemlos begleitend zu einer bestehenden medikamentösen Behandlung oder anderen Therapieformen genutzt werden. Das interaktive Programm vermittelt Methoden aus der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), um Patient:innen beim Management ihrer MS-bedingten Fatigue zu unterstützen. Bislang sind zudem keine Wechselwirkungen bekannt.

Dabei enthält das Programm einen klaren Sicherheitshinweis für die Anwender:innen: elevida ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Ihre Patient:innen werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie ihre Medikamente weiterhin wie von Ihnen verordnet einnehmen sollen. Eine Anpassung, Reduktion oder anderweitige Änderung der bestehenden Medikation darf nicht eigenständig, sondern stets nur nach Rücksprache und unter Begleitung durch Sie als behandelnde Ärztin, behandelnden Arzt oder psychotherapeutische Fachkraft erfolgen.

elevida führt Ihre Patient:innen in Form eines dynamischen, virtuellen Dialogs durch das Programm, der an ein Therapiegespräch angelehnt ist. Das Programm fragt Ihre Patient:innen aktiv nach ihren Bedürfnissen und bietet fortlaufend verschiedene Antwortmöglichkeiten zur Auswahl an. Basierend auf diesen Rückmeldungen werden die nachfolgenden Inhalte, der Stil und die Tiefe der Gespräche kontinuierlich und individuell angepasst.

Ihre Patient:innen werden durch verschiedene Schwerpunktthemen begleitet und können dabei in ihrem ganz eigenen Tempo arbeiten. Durch diesen personalisierten Aufbau wird sichergestellt, dass die Therapieinhalte alltagsnah vermittelt werden und eine möglichst hohe persönliche Relevanz für den Einzelnen haben.

elevida ist als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) im Verzeichnis des BfArM gelistet und ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt. Es handelt sich um eine bewährte Therapie ohne bekannte Nebenwirkungen.

Hier erfahren Sie mehr zu den Kontraindikationen.

Wie bei Behandlungen insgesamt gilt: Bei suizidalem Risiko, einer akuten Krise oder einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist elevida nicht für den Einsatz geeignet und es ist eine unmittelbare ärztliche bzw. psychotherapeutische Versorgung erforderlich.